Deutschlands Biergärten sind ein fester Bestandteil der Gastronomie im Land. Er ist nicht nur in Berlin im Nordosten von Deutschland ein Ort, an dem man gute Gesellschaft, Getränke und gutes Essen finden kann.
Aber was genau zieht uns eigentlich in einen Biergarten und warum sind sie so besonders? Werfen wir also einen schärferen Blick darauf, was einen Biergarten ausmacht und wo man sie in der Metropolregion Berlin-Brandenburg suchen muss.
Vielleicht geht es euch anders - aber uns schmeckt es draußen gleich noch mehr, jedenfalls wenn die Temperaturen mitspielen. Genau in diesem Fall kommt ein Biergarten in Berliner natürlich wie gerufen.
Im Jahre 1589 wurde der erste dokumentierte Biergarten in München angelegt. Die Biergartenkultur gibt es also schon mehr als 400 Jahre, sie wird mit Respekt gehegt und behutsam weiterentwickelt. Mit dem Zollpackhof zum Beispiel gibt es natürlich auch in Berlin nicht den einzigen traditionellen Biergarten.
Ein Biergarten ist für gewöhnlich ein gemütlicher Außenbereich, oft an einer großen, bewirtschafteten Hütte mit Tischen und Stühlen oder einem Restaurant. Er liegt öfter auch in der Nähe eines Gewässers oder einem Park. Das liegt daran, dass der Biergarten ursprünglich geschaffen wurde, um das Bier in den Sommermonaten kühlen zu können. Häufig findet Ihr diese direkt auf einem gekühlten Bierkeller, einem Lagerraum für Bier. Beispielsweise in Franken ist deswegen "Bierkeller" die entsprechende Begrifflichkeit für einen Biergarten, auch werden sie zuweilen Wirtsgärten oder Gastgärten genannt.
Wenn man so will, ist der Anziehungspunkt eines Biergartens seine entspannte Atmosphäre. Trotz des regen Treibens gibt es keine Hektik. Der Biergarten ist eine Örtlichkeit, an dem man sich gehen lassen und eine Mahlzeit oder ein Getränk mit Freunden bestellen kann. Die Unterhaltung ist ein wichtiger Teil des Biergartenvergnügens. Tatsächlich besuchen viele Deutsche einen Biergarten mit Freunden oder der Familie, um sich miteinander zu unterhalten oder aber auch, um neue Kontakte zu knüpfen.
Die Kellner sind aufmerksam und bringen Euch schnell, was Ihr bestellt habt. Da Biergärten häufig ziemlich große Gastronomiebetriebe sind, sind die Servicekräfte entsprechend geschult und erfahren. Manche Kellner verblüffen die Gäste mit der Menge an Bier oder Essen, die sie auf einmal an den Tisch bringen können.
Auch die Gerichte ist in einem Biergarten normalerweise sehr gut. In Biergärten gibt es häufig einen Grill, wo Ihr deutsche Nationalspeisen wie Bratwürste, Fleischspieße oder Kartoffelsalat bestellen könnt. In der Regel sind die Mahlzeiten und Getränke in einem Biergarten für gewöhnlich einfach, aber beliebt: Würstchen, Brezeln, belegte Brote und andere Snacks.
Logischerweise wird auch viel Bier serviert, - das lässt der Name schon erahnen - gerne in Krügen und zuweilen auch in Form eines leckeren Radlers Charakteristische Biergarten-Leckereien die aus der Küche kommen, sind verschiedenste Gerichte, die von herzhaften Klassikern wie Wurstsalat oder Brathähnchen bis hin zu neuzeitlichen Kreationen wie Burger oder rustikalen Flammkuchen reichen. Biergarten-Klassiker sind darüber hinaus zünftige Brotzeiten oder Vespern, Kartoffelsalat, Krautsalat, Obazda, Semmelknödel, Leberkäse, Krustenbraten, Schweinshaxe, oder Schnitzel. Nicht selten gesellt sich auch eine feine Auswahl süßer Leckereien wie Kuchen dazu.
Manchmal ist der jeweilige Biergarten ein Angebot eines Brauhauses und findet sich im gleichen Anwesen. Natürlich möchte der Braumeister sein eigenes Bier seine Gäste bringen. Deswegen hat die Zahl von kleinen Brauereien und handwerklichen Brauereien in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Das so erzeugte Bier kann sich meist problemlos mit dem der großen und etablierten Brauereien messen.
Craft-Beer aus deutschen Landau erfreut sich einer ständig größeren Fangemeinde, weil es von hoher Qualität ist und oft sehr kreative Kompositionen aufweist. Und natürlich hat unsere Republik auch eine lange Brauerei-Geschichte. Craft-Bier aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg gibt es hier übrigens und natürlich unter anderem von BRLO Craft Beer, die Biere munden hervorragend.
Im Ursprungsland Bayern gibt es heute etwa 1.300 Biergärten. Selbstverständlich hält man dort viel auf sich und die Biergarten-Kultur.
Im Jahr 1812 wurde sogar eine Biergartenverordnung erlassen, um diese bajuwarische Institution zu erhalten. Voraussetzung für einem Biergarten ist, dass die Besucher auch ihre selbst mitgebrachten Verpflegung verzehren können, dass eine rustikale Einrichtung ohne aufwändige Tisch-Dekoration mit dem Vorhandensein einer separierten Bierzapfanlage und der Möglichkeit zur Selbstbedienung kombiniert wird. Dabei ist auch ein zwischen dem Garten- und dem Innenbereich differenziertes Getränkesortiment und Speisenangebot zwingend nötig, die Gaststätte muss darüber hinaus den Charakter eines Gartens haben.
Der Betrieb ist hauptsächlich auf Schönwettermonate in der warmen Jahreszeit beschränkt. Leute aus ganz Deutschland und der Welt kommen nach Bayern, um ein paar Biere in relaxter Atmosphäre inmitten der herrlichen Natur zu genießen - und nicht nur die Einheimischen lieben bajuwarische Biergärten. Besonders groß ist der Andrang auf dem Oktoberfest in München, dem größten Volksfest der Welt. Die Festwiese heißt dort Theresienwiese und mausert sich jedes Jahr Ende September in einen riesengroßen Biergarten.
Die überregional bekannten und noch aktiven Keller-Biergärten mit reicher Geschichte sind der Augustiner-Keller, der Hofbräukeller und der Paulanerkeller am Nockherberg. Den größten traditionellen Biergarten der Welt indes findet Ihr im Hirschgarten in München. Der bekannteste Biergarten der Münchener und Touristen, der auch der zweitgrößte ist, befindet sich im Englischen Garten am Chinesischen Turm. Der Viktualienmarkt ist gleichzeitig ein Biergarten, der sich im Ortskern von Bayerns Hauptstadt München auffinden lässt. Der Biergarten am Nockherberg wurde durch die Paulaner-Fernsehwerbung in ganz Deutschland bekannt.
In geringer Entfernung zu München liegt bei Oberhaching die Kugler Alm, wo der Radler herstammen soll. Nahe Pullach liegt jene Waldwirtschaft, welche durch die Biergartenrevolution eine entscheidende Rolle für Auseinandersetzungen über Lärmschutz in Nachbarschaften und somit auch eine Grundlage der Biergartenverordnung und der Definition eines traditionellen Biergartens geworden ist. Biergärten, die an Klöstern angebunden sind, sind beispielsweise das Kloster Andechs, das Kloster Weltenburg oder das Neuzeller Klosterbräu. Die Brauerei und der Biergarten befinden sich mitten in der grünen Natur und grundsätzlich in der Nähe des Klosters. Apropos freie Natur, etwas außerhalb vom Berliner Trubel befindet sich der Luftgarten am Tempelhofer Feld.
Zu den prominentesten Biergärten gehören der Biergarten im Englischen Garten am Chinesischen Turm in München mit mehr als 7.000 Sitzplätzen, und der Biergarten am Nockherberg mitsamt seines jährlichen Satiregipfel und beinahe 2.300 Sitzplätzen. Oft lässt es die Lage und die Größe eines Biergartens also zu, dass Spielgeräte für die kleinsten Gäste Platz haben oder der weiträumige Garten Fangen oder Versteckspiele erlauben. Das macht einen altbekannten Biergarten auch für einen Besuch mit Kindern kinderfreundlich, wenn Ihr Kinder habt.
Ein Relikt aus der Biergartengeschichte ist übrigens der Biertisch, der nicht nur in Gasthäusern, sondern auch zu anderen Feierlichkeiten unter freien Himmel verwendet wird und längst zu einem gängigen Begriff geworden ist. Biergärten sind in aller Regel von Anfang Frühling bis zum späten Herbst geöffnet. Sie sind der perfekte Treffpunkt, um einen angenehmen Nachmittag mit alten und neuen Bekanntschaften zu genießen.
Habt Ihr einen favorisierten Biergarten in Berlin und in der Metropolregion Berlin-Brandenburg? Dann lasst es uns wissen, indem Ihr für ihn abstimmt und ihn damit unterstützt. Hier kommt Ihr zur Übersicht der besten Biergärten in Berlin und Umgebung.
Redaktion
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